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  • Birgit Fehst

Bindungstheorie- Welche 4 Bindungstypen gibt es bei Erwachsenen?

Die Bindungstheorie bringt uns so viele Einsichten für die eigene Beziehung! Sie zeigt uns auf, wie und wer wir sind, und auch, wie wir das ändern können, was wir ändern möchten.


Laut der Bindungstheorie sind ca. die Hälfte der Bevölkerung sicher gebunden und die andere Hälfte unsicher. Die unsicheren Bindungsstile sind:


1. Bindungstyp: Ängstlich


Wer einen ängstlichen Bindungsstil hat, hat in der Kindheit ambivalente Signale erhalten, also mal wurden die Bedürfnisse befriedigt, mal nicht. Also mal hat das Baby oder Kind geweint und wurde getröstet, und manchmal wurde es einfach ignoriert und es schrie sich die Seele aus dem Leib. Das heißt, jetzt im Erwachsenenalter haben sie Angst, dass die, die sie lieben, eines Tages einfach verschwunden sind, alles nur eine Illusion war und sie waren es gar nicht wert, geliebt zu werden. Deshalb ziehen sie auch oft die falschen Partner an, verlieben sich sehr schnell, heben Ihr Gegenüber auf ein Podest und fantasieren in den buntesten Farben über die Beziehung, die so gar nicht ist. Sie ignorieren alle roten Flaggen, und können dann nicht so einfach gehen, weil sie sehr schnell getriggert werden. Falls Sie einen ängstlichen Bindungsstil haben- es ist alles in Ordnung mit Ihnen! Sie sind nicht bedürftig oder zu klammernd und es hat einen Grund, warum Sie so sind. Und- es gibt Wege, um einen sicheren Bindungsstil zu kreieren.


2. Bindungstyp: Vermeidend


Menschen mit einem vermeidenden Bindungsstil sind nicht so einfach zu erkennen, da sie am Anfang einer Beziehung sehr zugewandt, voller Aufmerksamkeit und Nähe sein können. Da ist die Beziehung noch nicht in trockenen Tüchern und das auch Committment noch nicht groß. Aber dann wird es ernster und der Vermeider bekommt kalte Füße. Er schaltet sich quasi ab. Sein Bindungs-System wird deaktiviert und sein Autonomie-System aktiviert. Er hat plötzlich keine Gefühle mehr, wird vielleicht trotzig, macht blöde Bemerkungen und distanziert sich. Je mehr der Ängstliche versucht Kontakt aufzunehmen und vielleicht auch etwas sehr insistiert, desto mehr haut er ab. Grenzen sind ganz wichtig für ihn. Wie wird man zu einem Vermeider? Oftmals sind es Menchen, die in ihrer Kindheit sehr früh zuviel Verantwortung übernehmen mussten und überfordert waren. Deshalb fühlen sie sich auch im Erwachsenenleben oft vereinnahmt und sind auch jetzt noch überfordert, wenn der Partner emotionale Ansprüche stellt.


3. Bindungstyp: Desorganisiert


Der desorganisierte Bindungsstil kurz und knapp. Menschen mit einem desorganisierten Bindungsstil sind oft schon auch die, die am schwersten traumatisiert sind. Aber lassen Sie mich erstmal erklären, was traumatisiert überhaupt heißt: es gibt die einmaligen oder auch mehrmaligen richtig heftigen Ereignisse, und es gibt Entwicklungstraumata, dh. das Kind fühlte sich sehr oft nicht gesehen, geliebt oder wertvoll, zum Beispiel durch konstante Vernachlässigung. Und Entwicklungstraumata kommen sehr häufig vor. Beim desorganisierten Bindungsstil lernen die Kinder erst gar nicht so richtig, was eine sichere Bindung überhaupt ist, und haben deshalb Probleme, sich selbst und Menschen zu vertrauen. Eines ihrer größten Wünsche ist es deshalb im Erwachsenenalter, wirklich verstanden zu werden vom Gegenüber, damit es überhaupt so etwas wie Sicherheit gibt. Desorganisiert heißt mal ängstlich und mal vermeidend, je nach Partner und Erfahrung. Sie können auch zum Beispiel lange eine Beziehung komplett vermeiden, aber wenn sie dann eine haben, sind sie sehr ängstlich. Ist der Partner selber sehr ängstlich, schlägt es sie aber ganz schnell wieder in die Flucht und sie werden wieder zum Vermeider. Und das kann sehr verwirrend sein, auch für sie selbst.


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Zwei Hände im Sonnenlicht, die sich festhalten
Bindungstheorie- 4 Bindungstypen bei Erwachsenenn




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