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- Liebe kennt keine Ferien
Nach den Ferien platzen die Paartherapiepraxen meist aus allen Nähten. Aber warum? Der Urlaub soll doch eine entspannte Zeit sein, ein schönes Miteinander und vielleicht auch wieder eine Zeit voll neu aufflammender Erotik. Große Erwartungen, die tatsächlich manchmal erfüllt werden, oft jedoch auch nicht. Es ist wahr, dass während der stressigen Arbeitszeit vieles auf der Strecke bleibt. Die Ressourcen sind einfach zu knapp, denn der Tag hat nur 24 Stunden und zwei Vollzeitjobs und zwei Kinder passen da schon kaum rein, und so reicht der Abend nur noch, um schweigend nebeneinander Netflix zu schauen. Geredet wird wenig, von Sex kann erst recht keine Rede sein. Aber im Urlaub ist doch alles anders, man hat ganz viel Zeit, und Sonne und gutes Essen, das man nicht einmal selbst zubereiten muss, sorgen doch für gute Gefühle! Oder? Urlaub als vermeintliches Allheilmittel für die Beziehung Genau da fängt das Problem an- was zu Hause nicht funktioniert, soll auf Knopfdruck auf einmal perfekt sein, weil Arbeit und Haushalt wegfallen. Nur- Kommunikation, Erotik und ein ständiges Beisammensein hat etwas mit Gefühlen zu tun, mit der Verbindung zwischen zwei Menschen, mit der Fähigkeit Absprachen zu treffen, mit Wertschätzung, Respekt und Wohlwollen und mit dem Interesse füreinander. Und wenn all dies im Alltag fehlt, dann fehlt das auch im Urlaub. Dann kann die Tatsache, dass man auf einmal Zeit hat und 24 Stunden am Tag miteinander verbringt, zu einem großen Stressfaktor per se werden, weil man vielleicht gar nicht so viel miteinander anfangen kann und die Themen für gute Gespräche fehlen. Was im Urlaub der B eziehung helfen kann: 1. Versuchen Sie nicht nur Ihren Urlaub, sondern (vor allem) auch Ihr tägliches Miteinander zu verbessern. Intensive Gespräche müssen ja nicht jeden Tag stattfinden, aber sie sollten stattfinden. Date Nights, wo nur Sie beide ausgehen, ganz ohne Kinder, sind wichtig, um sich als Paar nicht aus den Augen zu verlieren. 2. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Sexleben auf einmal aufblüht, nur weil Urlaub ist. Falls das im normalen Leben ziemlich eingeschlafen ist, wird bei den meisten nicht unbedingt dann die große Leidenschaft geweckt. Sex hat viel mit der Verbindung zwischen den Partnern zu tun und auch mit Kommunikation. Und für beides ist jetzt Zeit. Genießen Sie es, lieber daran zu arbeiten und dann wird vielleicht wieder ein Grundstein für mehr Nähe gelegt. Die Tatsache, dass viele Stressoren wegfallen, kann jetzt durchaus unterstützend wirken, wenn die Erwartungshaltung nicht zu groß ist. 3. Geben Sie sich ruhig auch mal ein paar Stunden Abstand, gehen Sie alleine am Strand spazieren oder lesen ein Buch oder flanieren durch die Altstadt. Man muss nicht unbedingt immer den ganzen Tag zusammen verbringen, jeder darf (wenn er möchte) auch mal ein wenig Zeit für sich haben. 4. Und wenn es dann doch mal zu einem Streit kommt- bleiben Sie ruhig, setzen sie sich hin und schauen Sie, welche Bedürfnisse gerade nicht erfüllt wurden. Finden Sie Kompromisse. Sie haben doch Zeit, jeder darf einmal zum Zug kommen. Der Urlaub ist also oft ein Spiegel von dem, was zwischen den vier Wänden passiert. Und wenn das schön ist, kann der Urlaub absolut traumhaft werden. Falls Sie Bedenken haben, gehen Sie doch einfach mal zu einem Paartherapeuten. Wir können Ihnen da sicher auf die Sprünge helfen.
- Hypnosetherapie hilft
Ist Hypnose ein Allheilmittel? Nein, ist es nicht. Aber ein wunderbar effektiver Schritt in Richtung Veränderung. Lassen Sie mich Milton Erickson zitieren, dem Pionier der modernen Hypnose: „Therapeutische Trance ist fokussierte Aufmerksamkeit, die auf bestmögliche Weise so gesteuert wird, daß der Patient seine Ziele erreicht.“ Genau. Aber was heißt das konkret für Sie und Ihr Thema? Der Grund für das Lesen dieser Zeilen ist wahrscheinlich der, dass Sie etwas verändern oder ein Ziel erreichen möchten und Sie haben das bis jetzt alleine nicht geschafft. Und dafür gibt es einen Grund, und der liegt in Ihrem Unbewussten vergraben. Wir agieren 95% des Tages vom Unbewussten aus. Und das ist auch gut so, denn das steuert unsere Routinen. Jeden Tag wieder zu überlegen, wie die Kaffeemaschine funktioniert, wäre echt müßig. Wir haben uns die Bedienungsanleitung durchgelesen, es ein oder zweimal gemacht und dann hat das Unterbewusstsein übernommen. „Aye, Sir (oder Madam), ich habe verstanden, so willst du das haben!“, und führt das Kaffeekochen aus. Im Falle von Kaffeekochen eine gute Sache. In anderen Fällen wie Ängsten, Eifersucht und Schuldgefühlen eher nicht. Da der Ursprung in unserem Unterbewusstsein liegt, ist es manchmal aber ein blinder Fleck, ich weiß also nicht immer, warum etwas so ist, wie es ist. Und selbst in den Fällen, wo ich den Ursprung kenne, löst die Erkenntnis allein das Problem nicht. Denn die Routinen unseres Autopiloten, dem Unterbewusstsein, sind immer noch da in Form von Datenautobahnen im Gehirn und arbeiten weiter. Und genau hier setzen Hypnose und Co. an- die alten Programmierungen unseres Autopiloten werden verändert. Ich arbeite mit der Königsdisziplin, der Hypnoanalyse. Ich spreche nicht nur Suggestionen, während Sie in einem entspannten Zustand sind, sondern wir gehen zurück zum Ursprung Ihres Problems und lösen es auf. Sie können nicht verändern, was passiert ist, aber Sie können immer Ihre Wahrnehmung diesbezüglich verändern. Klingt einfach und effektiv, also doch ein Allheilmittel? Nein. Eine Sitzung und alles ist gut, ist Quatsch. Die neuronalen Verbindungen im Gehirn sollen sich dauerhaft in Richtung richtig geiles Leben vernetzen und dazu darf man auch dauerhaft etwas tun. Nichtsdestotrotz kann Hypnose ein ganz wichtiger Bestandteil dieses Veränderungsprozesses sein. Zum einen durch die auflösende Hypnose, die an den Ursprung des Problems geht und ihn dort, wo es angefangen hat, bearbeitet. Zum anderen durch Selbsthypnose, die man täglich durchführen kann. Ich bin Co-Autorin und Sprecherin der erfolgreichsten deutschen Hypnose-App „HypnoBox“. In meinen Sessions nutze ich auch oft diese App, um für meine Klienten ganz individuelle Suggestionen zu erstellen und aufzunehmen (die App hat eine Aufnahmefunktion). Ein unglaublich effektives Tool zur dauerhaften Veränderung. Hypnose für Paarthemen Auch hier möchte ich wieder ein Zitat bringen, von Gary Smalley: „Die Welt besteht aus Beziehungen, der Rest ist nur Details...“ Die meisten Verletzungen sind Bindungs-Verletzungen, zugefügt von Menschen, oft von der Herkunftsfamilie. Das muss also nicht der Partner sein, aber andere Menschen, die einem nahe stehen oder standen. Die können diese Verletzungen nicht mehr heilen, das müssen wir selber tun, unter anderen mit Hypnose oder auch mit systemischer Therapie wie die Arbeit mit der inneren Familie (IFS), die ich hier auch anbiete. Gemeinsam schauen wir, was am besten für Sie passt. Lassen Sie uns sprechen!
- Systemische Therapie in der Paar- und Sexualtherapie
- bewegend - effektiv - anders Systemische Therapie ist eine Therapieform, dessen Schwerpunkt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen, insbesondere auf Interaktionen zwischen Mitgliedern der Familie und deren sozialer Umwelt liegt. Ich habe sowohl systemische Sexualtherapie gelernt als auch IFS, die systemische Arbeit mit der inneren Familie. Das ist ein recht moderne Methode, die sich in den USA seit 2015 bei den Therapeuten am schnellsten verbreitet und seit dem Zeitpunkt dort auch als evidenzbasiert vom Gesundheitsministerium anerkannt wurde. Die systemische Arbeit mit der inneren Familie (IFS) Die Methode wurde Anfang der 80er Jahre von Dr. Richard Schwartz entwickelt, einem der bekanntesten Familientherapeuten der USA. Er hat die systemische Sichtweise aus der Familientherapie auf die Innenwelt übertragen. Wir haben also nicht nur ein inneres Kind, sondern in uns leben eine Vielzahl an Anteilen und auch inneren Kindern. Und- die sind nicht krank oder gestört, die sind aus einem bestimmten Grund so, wie sie sind! Sie haben alle ihre Rollen, die ihnen im Laufe unserer Entwicklung zugewiesen wurden. Es gilt nicht, die als lästig zu verurteilen und sie los werden zu wollen, sondern sie zu sehen, sie anzuerkennen, zu heilen und Ihnen vielleicht auch neue Rollen zuzuteilen, die uns heute dienlicher sind. „Das innere Kind“ oder „Die inneren Kinder“ Vom inneren Kind haben Sie wahrscheinlich schon gehört. Hier haben wir es, wie bereits erwähnt, mit einer Vielzahl an inneren Kinder zu tun, die verschiedene Verletzungen in ihrer Kindheit, aber vielleicht auch in der jüngeren Vergangenheit, davongetragen haben. Sie sind wie hinter einer Art Vorhang. Wir wollen ja nicht die Gefühle ihrer Verletzungen spüren und uns möglich wenig mit ihnen beschäftigen. Aber- sie sind ja trotzdem da! Nun gibt es Momente, wo sie auch kräftig angetriggert werden. Wenn der Partner etwas Bestimmtes sagt oder tut, zum Beispiel. Und auf einmal sind wir wieder die Fünfjährige und fühlen ihren ganzen Schmerz. Es gilt also, diese Fünfjährige zu sehen und ihr endlich mitzuteilen, dass wir anerkennen, was sie fühlt und was ihr zugestoßen ist und sie dort rauszuholen aus diesem Zustand der Verzweiflung, der Schuld, der Scham, oder was auch immer sie (oder er) fühlt. Das „Selbst“ übernimmt Verantwortung Genau dies tun wir in IFS. Wir als Erwachsener übernehmen. Mit all unseren Ressourcen, die wir als Erwachsene haben und die wir als Kind nicht hatten. Damit wir im Hier und Jetzt die Verzweiflung des Kindes nicht mehr spüren müssen, weil wir ihr die nehmen konnten. Eine wundervolle Arbeit, hoch effektiv und sehr berührend. Wenn Sie bereit dafür sind, lassen Sie uns sprechen.
- Schlachtfeld Beziehung
Heute morgen war ich wieder im Interview bei Sat 1. Thema- Schlachtfeld Beziehung: wenn Streit die Liebe killt. Und Streit ist in der Tat ein Thema, das natürlich immer und immer wieder in der Paartherapie vorkommt. Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung eines der wichtigsten Beziehungsthemen! Wenn Paare streiten, gibt es da eigentlich einen Unterschied zwischen Männern und Frauen? Frauen sind oft etwas, nun ja: „zickig“. Warum- sie tendieren viel mehr als Männer zum nörgeln, kritisieren, und manchmal auch attackieren. Frauen sind nämlich emotionaler, Männer wollen oftmals nur das Problem lösen und verstehen gar nicht, warum sie da so ein Bohei drum macht. Und das liegt an den Hormonen! Frauen entstressen durch Kommunikation, das bildet nämlich Östrogene. Männer wiederum wollen diese Östrogene in ihrem Körper nicht, die wollen Testosteron! Und das bildet sich nicht durch Schmusekurs. Was sagst Du zu Paaren, die sich angeblich noch nie gestritten haben? Sind das die glücklicheren Menschen? Nichts anzusprechen ist wie die fiese fette Spinne in der Ecke zu ignorieren. Die ist ja trotzdem noch da und wenn sie einem dann nachts übers Gesicht läuft, ist das Geschrei groß. Wenn ich einfach den Mund halte, staut sich das so weit auf, bis es impulsiv aus mir rausschreit, wenn ich es dann doch nicht mehr aushalte. Und das ist dann alles andere als produktiv. Insofern sind es definitiv nicht die glücklicheren Menschen . Es heißt ja, Klappern gehört zum Streiten dazu. Also das Rasende, das Aufregende. Aber wann ist zuviel zuviel? Wann ist denn der Punkt erreicht, an dem der Dauerzoff die Beziehung killt? Streiten kann voll okay sein, wenn man danach noch: „Schatz, was gibt's zum Abendessen“ sagen kann. Dann hat man sich einmal Luft gemacht und nimmt es sich nicht übel. Und das kann natürlich je nach Paar ziemlich variieren. Wenn das nämlich nicht so ist und durch das ewige Streiten in einem Dauerstresszustand ist, sollte man tunlichst was ändern, denn den hält kein Paar ewig durch. Gibt es wirklich gutes Streiten, schlechtes Streiten? Wie geht das? Schlechtes Streiten ist der persönliche Angriff: Du machst immer, Du bist… Das ist ein absolutes No Go. Und was für gutes Streiten außerdem total wichtig ist- dass man weiß, wann es genug ist. Dann muss einer seine Restintelligenz zusammennehmen und eine Pause einläuten. Denn wenn es so richtig emotional wird, ist man quasi naturdumm, dann kann man die Seite des anderen so gar nicht mehr verstehen. Warum ist eigentlich Versöhnungssex so besonders? Versöhnungssex kann gut sein, denn da ist noch ein Hauch Abenteuerlust im Spiel. Was Aufregendes, Verruchtes, Verbotenes. Und das ist ein gutes Stichwort, denn was die sexuelle Lust tötet ist Routine. Das tägliche gemütliche Bierchen beim Fernsehen. Ohne Aufregung tote Hose, im wahrsten Sinne des Wortes.
- Die Phasen der Trennung
Trennungen tun weh. Besonders demjenigen, der sie nicht ausgesprochen hat. Aber auch für den, der sich trennt, ist es oft keine leichte Entscheidung, diesen endgültigen Schritt zu gehen. Die Trennungsbewältigung verläuft in vier Phasen, wobei die natürlich nicht in Stein gemeißelt sind und für jeden leicht unterschiedlich verlaufen. Sich bewusst zu werden, in welcher Phase man sich gerade befindet, kann helfen. Man hat den Eindruck, etwas die Kontrolle zurück zu erlangen und mit den negativen Gefühlen leichter umgehen zu können, wenn man weiß: das, was ich gerade durchmache, ist normal. Millionen anderer Menschen sind da auch schon durchgegangen oder gehen auch in diesem Moment da gerade durch, und ich bin nicht alleine. Wenn es einem aber so schlecht geht, dass das Gefühl einem komplett überwältigt, macht es Sinn, sich Hilfe zu holen. Bei einem Einzel- oder Paartherapeuten. Wir kennen Methoden, mit denen man sich etwas Erleichterung schaffen kann, haben ein offenes Ohr und wir können auch herausarbeiten, woran die Beziehung letztendlich gescheitert ist. 1. Phase: Nicht wahrhaben wollen Viele kommen zu mir in die Praxis, um von mir die Bestätigung zu bekommen, dass es noch Hoffnung gibt. Dass er oder sie es nicht so gemeint haben kann. Ich höre zwar immer wieder einen Satz dazwischen, dass der oder die Ex eigentlich ganz furchtbar war und die Trennung richtig ist, aber die Hoffnung ist unbestritten einfach noch da. Egal, wie schlimm die Beziehung war (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das bedeutet aber auch, dass oft der Kontakt weiterhin aktiv gesucht wird. Eine kurze SMS, ein kurzer Anruf wegen etwas Belanglosem, ein „zufälliges“ über den Weg laufen. Dieser Wunsch nach Kontakt ist natürlich auch verständlich, denn bis dahin war er meist ja täglich da. Ein Kontaktabbruch ist wie ein Drogenentzug, und rein biochemisch gesehen, ist er das auch. Auch wenn es noch so schwerfällt: ziehen Sie sich zurück, unterlassen Sie unnötige Kontaktaufnahme, und wenn Kinder im Spiel sind, können auch die erst einmal über Freunde oder Großeltern übergeben werden. Halten Sie den Ball flach, und geben Sie der Sehnsucht nicht nach! Jetzt macht es Sinn, sich Halt bei Freunden zu suchen und/oder sich den Frust bei einem Profi von der Seele zu reden. Ihr Nervensystem schlägt Alarm und Sie fühlen sich nicht sicher. Jetzt ist es gut, jemanden zu haben, der Sie unterstützt. 2. Phase: Gefühle brechen auf Sie haben die Trennung dann letztlich doch akzeptiert, das ist gut. Das hält Sie aber nicht davon ab, ein gewaltiges Ab und Ab der Gefühle zu durchleben. Große Trauer, Wut, Verzweiflung und auch Sehnsucht wechseln sich ab. Auf einmal erinnert man sich an die tollen Momente und vergisst die schlimmen. Unbändige Wut auf den anderen, dass er Ihr Leben „zerstört“ hat folgt auf einen Zustand der tiefsten Erstarrung. Starke Selbstzweifel wechseln sich ab mit dem erleichterten Gefühl, dass es endlich vorbei ist und Sie positiv in die Zukunft blicken können. Es sind einfach unterschiedliche Anteile in uns, die je nach der Stimmung des Momentes an die Oberfläche kommen und extrem gegenteilig sein können. Diese Phase der Verarbeitung ist wichtig. Hier helfen zwei Dinge: zum einen ist es gut, in sich hinein zu spüren. Wie geht es Ihnen gerade, welches Gefühl genau fühlen Sie gerade? Lassen Sie es zu, denn dann kann es auch wieder gehen. Und zum anderen macht es auch hier wieder Sinn, sich etwas abzulenken und nette Freunde zu treffen, die einem beistehen und trösten können. Aber denken Sie daran: die Freunde helfen Ihnen gerne- bis zu einem bestimmten Punkt. Dann wird es für den einen oder anderen vielleicht zu überfordernd. Wenn Sie mehr Beistand brauchen, holen Sie sich Hilfe. 3. Phase: die Neuorientierung Die negativen Gefühle werden langsam weniger. Das Gehirn empfindet die ehemalige Beziehung nicht mehr so als Komfortzone, in die es unbedingt zurück will, sondern lässt Gedanken an die Zukunft zu. An eine, in der der oder die Ex nicht mehr vorkommt. Auch das Selbstwertgefühl erholt sich langsam und lässt neue Hoffnung aufkommen. Planen Sie schöne Dinge, schauen Sie, was Ihnen gut tut. Dass dabei Gedanken an die Ex-Liebe hin und wieder reinspielen, ist normal und nicht schlimm. Fangen Sie an, Pläne zu machen. Nicht nur für morgen und nächste Woche, sondern auch für den Sommer, für das nächste Jahr, für die berufliche Veränderung, für ein „Leben in geil“. Vielleicht schreiben Sie auch so langsam mal für sich auf, wie die nächste, neue Beziehung aussehen soll. Wie möchten Sie sich fühlen mit dem Partner, was möchten sie erleben? 4. Phase: der Neuanfang Sie sind bereit für ein neues Leben, herzlichen Glückwunsch! Sie können wieder genießen und positive Gefühle zulassen. Setzen Sie sie jetzt um- die Sachen, an die Sie in der Neuorientierungs-Phase schon gedacht haben! Das, was Sie glücklich macht. Es steht Ihnen alles offen, machen Sie das Beste draus! Wie lange dauern die einzelnen Phasen der Trennung? Das kann man nicht pauschal beantworten, was aber eine Tatsache ist: je mehr man sich als Opfer fühlt, desto länger dauern die ersten Phasen. Es gibt Menschen, die leiden 20 Jahre unter einer Trennung und meinen, der Ex sollte sich schlecht fühlen, weil es ihnen doch so schlecht geht. Aber das ist wie Gift schlucken und hoffen, dass der andere umfällt. Der ist nämlich schon längst wieder in neuen Abenteuern unterwegs und leidet mitnichten. Übernehmen Sie also SOFORT Verantwortung für Ihren Anteil an der Beziehungs-Dynamik. Je schneller Sie daraus lernen, desto schneller sind Sie auch bereit, wieder etwas Neues zu wagen und sich zu erlauben, wieder glücklich zu sein.
- Liebe in Zeiten von Corona
Seit mehr als einem Jahr nun sind wir in Lockdowns „gefangen“ und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn genau das ist das Gefühl, das viele Paare gerade beschreiben. Zusammen Home Office zu machen, nicht ausgehen oder auch mal getrennt Sport machen zu können, und dann auch noch die zunehmend nervös werdende Kinderschar gemeinsam zu betreuen, hat weitreichende Folgen. Es ist einfach sehr unsexy, sich in Jogginghosen täglich in der Küche zu begegnen. Es fehlt die Sehnsucht, die entstehen kann, wenn man sich zumindest ein paar Stunden nicht sieht. Selbst wenn die Wohnung oder das Haus groß genug ist- allein zu wissen, dass der andere ein paar Meter weiter am Schreibtisch sitzt, reicht schon, um Beklemmungsgefühle aufkommen zu lassen. Es macht Sinn, für etwas Distanz zu sorgen. Falls einer tatsächlich ins Büro gehen kann, sollte er das tun. Oder sich um andere Zeiten zu kümmern, die man getrennt verbringen kann. Zum Beispiel damit, Freunde zu treffen. Denn das ist ein ganz großer Faktor, der für viel Unmut gesorgt hat. Wir brauchen andere Menschen, um uns zu regulieren, sprich, um unser Nervensystem zu regulieren. Mit freundlicher Kommunikation, mit einem harmonischen Miteinander, damit wir uns sicher und ausgeglichen fühlen. Vielleicht erinnern Sie sich an das letzte mal, als Sie mit einer Freundin/einem Freund einen ausgelassenen und lockeren Abend verbracht haben. Wie ausgeglichen und auch glücklicher Sie sich auch eine Weile danach noch gefühlt haben? Wenn die Inzidenzwerte nun sinken und auch die Kontaktbeschränkungen lockerer werden, ist es eine gute Idee, sich um Freundschaften wieder vermehrt zu kümmern. Gehen Sie alleine mit ihren Freunden aus und auch zusammen mit ihrem Partner, machen Sie Pärchenabende. Sorgen Sie für gute Gefühle und Leichtigkeit. Insgesamt ist es eine gute Idee, gerade in diesen Zeiten auch für die eigene Ausgeglichenheit individuell ein wenig etwas zu tun, um sowohl alleine als auch als Paar oder Familie gut durch diese Pandemie zu kommen, die leider wahrscheinlich nicht schon in wenigen Wochen vorbei sein wird. Ich gebe Ihnen hier mal ein paar Anregungen: 1. Um immer wieder in einen guten Zustand zu kommen, üben Sie eine weiche Bauchatmung. Setzen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen oder senken Sie leicht den Blick und atmen Sie leicht und ohne Druck in den Bauch. Auf eins ein und auf eins aus. Sollten Sie etwas nervös sein, dann auch gerne auf eins ein und auf zwei aus. Das erhöht die CO2 Konzentration im Blut und beruhigt. 2. Sollten Sie gestresst sein, schütteln Sie sich einfach immer mal wieder aus. In einer ruhigen unbeobachteten Minute den ganzen Körper. So werden Stress-Hormone abgebaut und Sie fühlen sich schnell wieder etwas besser. 3. Halten Sie sich aufrecht. Eine aufrechte Haltung schützt gegen einen ängstlichen oder sorgenvollen Zustand und wenn Sie dann auch noch die Arme eine Weile in den Himmel strecken und breit dabei grinsen, werden Sie sich schnell wieder viel positiver fühlen. Man kann sich auf zwei Arten regulieren: „Bottom-up“ und „Top-down“. „Bottom-up“ bedeutet, ich gehe über den Körper und reguliere mein Nervensystem mit Körperübungen wie Atemtechniken, Schütteln, Klopfen und vielem mehr. „Top-down“ bedeutet, ich kann mit meinen Gedanken meinen Körper beeinflussen. Das, was ich denke und auch glaube, schüttet Neurotransmitter aus und macht gute oder schlechte Gefühle. Gedanken und Körper hängen unmittelbar zusammen und bedingen sich gegenseitig. Man nennt es auch „Embodiment“. Ich persönlich mache täglich meine Übungen, und zwar auf beiden Ebenen. Und natürlich unterstütze ich auch Sie gerne dabei, wenn Sie für sich etwas tun möchten!
- Was macht eine gute Beziehung aus?
Laut dem das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg liegt der Anteil der Single-Haushalte bei über der Hälfte!! Hätten Sie das gedacht? Dabei ist es ein Grundbedürfnis des Menschen, eine Partnerschaft zu haben! Warum also gibt es so viele Singles? In diesem Blogpost schaue ich nach den Gründen, spreche darüber, was eine „perfekte“ Beziehung ausmacht, was die Grundlagen für eine Beziehung sind, und beleuchte die Phasen einer Beziehung. Die Gründe für das Single-Dasein Einen Partner zu finden ist gar nicht so schwer. Eine harmonische und glückliche Beziehung zu führen hingegen eine Kunst. Was hindert uns also daran? Ich nenne mal ein paar Gründe: 1. Erlebnisse in der Kindheit. Wenn die erste Beziehung, nämlich die zu den Eltern, schon nicht so brilliant war, macht das etwas mit uns. Und ebenso, wenn die Beziehung der Eltern, die ja unser Vorbild waren, suboptimal erschien, könnten es als abschreckendes Beispiel gedient haben. Man darf nicht unterschätzen, welchen Einfluss unsere Kindheit auf unser Liebesleben hat. Deshalb müssen wir jetzt nicht alle eine Psychoanalyse machen. Es reicht schon zu reflektieren, was genau wir von unseren Kindheitserlebnissen und der Ehe der Eltern im Hier und Jetzt wieder erkennen. Und zu entscheiden, ob wir das so noch wollen. Wir sind erwachsene Menschen, wir können uns dagegen entscheiden. Manchmal brauchen wir auch die Hilfe von einem Therapeuten oder Coach, aber Veränderung ist immer machbar. Besonders ist Unterstützung notwendig, wenn dadurch die Angst vor Beziehungen so groß geworden ist, dass man besser gar keine eingeht, um nicht verletzt zu werden. Es macht aber viel mehr Sinn, die Verletzungen aufzuarbeiten, als dauerhaft Single zu bleiben! 2. Vergangene Beziehungs-Erfahrung. Wenn der letzte und vielleicht sogar auch der vorletzte Partner uns betrogen hat, sind wir in der Regel dauerhaft auf der Hut, damit es nicht wieder passiert. Oder vermeiden ganz einfach Situationen (sprich Beziehungen), in denen das wieder passieren könnte. Es sind aber nicht alle Menschen so! Natürlich kann man es nicht gänzlich verhindern, dass es wieder geschieht, aber auf eine Art und Weise an der Beziehung arbeiten, dass es unwahrscheinlicher wird. Denn warum sollte der Partner eine Affäre haben, wenn es mit Ihnen doch so schön ist! 3. Unser Mindset. Wichtiges Thema. Was ist damit gemeint: wenn ich der festen Überzeugung bin, alle guten Männer sind vergeben oder schwul bzw. alle guten Frauen vollkommen außer meiner Reichweite sind, dann wird das auch so sein. Wir erschaffen uns unsere Realität. Unsere Gedanken und Überzeugungen erschaffen unsere Realität. Wenn Sich dabei ertappen, dass Sie so denken, dann ändern Sie Ihr Denken! Hypnose oder tägliche Affirmationen und Visualisierungen können dabei enorm helfen! Die Grundlagen für eine Beziehung Ein gutes Vertrauen aufzubauen ist das A und O. Und dazu brauche ich eine gute und offene Kommunikation. Ich muss das Gefühl haben, der andere kennt mich sehr gut und will mich trotzdem. Ich darf ihm/ihr alles sagen (Achtung: der Ton macht die Musik!). Eine perfekte Beziehung gibt es nicht. Es gibt nur zwei Menschen, die sie für sich perfekt machen. Die über alles reden können und es auch tun. Die daran interessiert sich, sich wirklich kennen zu lernen und auch mal Kompromisse zu machen. Es ist Arbeit. Aber eine, die sich lohnt. Dinge wie der Altersunterschied in einer Beziehung sind nicht wichtig. Ich kenne viele Paare mit einem Altersunterschied von 20 Jahren oder mehr und sie sind glücklich. Wenn Sie eine neue Beziehung nach einer Trennung eingehen, lassen Sie die Altlasten hinter sich. Reflektieren Sie, was haben Sie daraus gelernt: was wollen Sie nicht mehr und was wollen Sie weiterhin. Und nehmen die alte Partnerschaft als Kontrast. Einer, der wichtig war. Mit jedem Scheitern kommen Sie dem Erfolg näher! Phasen einer Beziehung Nach Roland Weber gibt fünf Phasen einer Beziehung: 1. Die Verliebtheitsphase Sie ist nach 3 bis 18 Monaten vorbei und wird bestimmt durch die rosarote Brille, die alles um uns vergessen lässt und die uns auch etwas blind für die Schwächen des anderen macht. 2. Das Verliebtheitsgefühl verschwindet Lassen Sie sich nicht irritieren- das ist völlig normal und okay so. Hier trennen sich allerdings die meisten Paare, weil die rosarote Brille abgenommen wird und die Unterschiede klarer heraus kommen. Eben auch die, die stören. Hier gilt es, wirklich gut miteinander zu kommunizieren und auf sich und den Partner acht zu geben! Ob man wirklich gut zusammen passt, weiß man oft erst nach 3-4 Jahren. Diese Zeit sollte man nutzen herauszufinden, ob man sich gegenseitig so einander angleichen kann, dass es sich gut anfühlt! 3. Gegensätze werden bekämpft Wenn keiner klein beigeben will und auf seins beharrt, wird es schwierig. Statt zu kämpfen, sollte es einem lieber klar sein, dass es keine bedingungslose Liebe gibt! Wir alle haben unsere Bedürfnisse, Wünsche und auch Bedürftigkeiten. Darüber jetzt so zu sprechen, dass es nicht als meckern und Kritik herüberkommt, sondern als ein liebevolles Zusammenraufen, macht Sinn. 4. Das Ich, Du und Wir Jetzt wissen Sie, welches Paket Sie gekauft haben. Jetzt gilt es noch, an dem Thema „Bindung“ und „Autonomie“ zu arbeiten. Was macht uns aus, was Dich und was mich. Die Energie kann wieder mehr in die eigene Entwicklung gehen, da das „Wir“ klarer ist. 5. Du bist mein Zuhause Wenn genug Verständnis und Akzeptanz da war, können Sie in diese schöne Phase eintreten und entspannen. Was man von einem Partner möchte, ist ein Zuhause und das ist jetzt da. Leider trennen sich viele Paare schon in den ersten 3 Phasen und erreichen die anderen erst gar nicht. Die Beziehung kann nun weiter wachsen und immer schöner werden. Muss das immer so ablaufen? Natürlich nicht. Kein Modell funktioniert immer. Aber als grober Überblick macht ein Modell immer Sinn. Fazit Damit Sie eine glückliche und harmonische Beziehung führen können, die auch tatsächlich die Phasen 4 und 5 erreicht, sind einige Dinge notwendig, die ich nun einfach noch einmal extrem kurz zusammenfassen möchte: Verständnis, Vertrauen, Akzeptanz, das wirkliche Interesse an dem anderen und eine gute Kommunikationskultur ohne Kritik und Vorwürfe. Alles andere sind nur Details. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und wer zu faul ist, die Zeit und Arbeit zu investieren, wird wohl eher nicht in den Genuss des schönsten Gefühls der Welt kommen: der wahren Liebe.
- Vorgetäuschter Orgasmus
Ein Thema, das ans Eingemachte geht und gleich mehrmals auf mich zu kam, wie von RTL Punkt 12 in einem Interview zur fachlichen Einschätzung. Anlass: eine Talkshow mit Ayda Fields, der Frau von Robby Williams, die live zugegeben hatte, öfter mal einen Orgasmus vorzutäuschen. Zugegeben, ein sehr häufiges Thema in meiner Paartherapie. Schließlich sei Ayda Fields zweifache Mutter, auch mal müde und gestresst und deshalb einfach nicht in Stimmung. Was sie nicht wusste: Ihr Göttergatte wartete hinter der Bühne. Aber allzu geschockt schien er nicht zu sein, eher amüsiert. Selbst dem „sexiest man alive“ passiert das. Er schloss sie in die Arme mit den Worten: „Ich liebe Dich trotzdem“. Sehr süß. Aber nimmt jeder Herr der Schöpfung es so locker? Sagen wir mal so: die Wenigsten denken, dass Ihre Partnerinnen das überhaupt machen und meinen, sie könnten genau erkennen, wann die Dame einen Orgasmus hat. Liebe Herren: das ist maskulines Wunschdenken, maßlose Selbstüberschätzung und schlicht und ergreifend falsch. Angenommene „eindeutige“ Zeichen können problemlos demonstrativ vorgeführt werden und liefern noch lange keinen Beweis. Aber nun mal zu den Tatsachen: Vorgetäuschter Orgasmus heißt nicht gehabt und damit ein eindeutiger Nachteil für die, die vortäuscht. Warum tut Frau das also? Nun, es gibt mehrere Gründe. Grund Nummer 1: Sie möchte den Leistungsdruck von ihrem Partner nehmen, der meint, nur der Höhepunkt macht Sex überhaupt erst schön. Das stimmt zwar nicht, aber die meisten Männer sehen es nun einmal so. Grund Nummer 2: Sie hat keine Lust und will es schneller hinter sich bringen. Sonst macht er so lange weiter, bis er meint, er hat Erfolg. Und das kann dauern. Grund Nummer 3: „Fake it till you make it“, also „tu so als ob und Du wirst irgendwann Erfolg haben“. Sehr schlau. Man hört sich ja selber und indem man so tut als ob, bringt man sich selbst in Stimmung. Ja, kann durchaus funktionieren, denn auch wer simuliert wird stimuliert. Grund Nummer 4: er weiß einfach nicht, wie man eine Frau zum Höhepunkt bringt und sie glaubt, ihm damit einen Gefallen zu tun. Dieser Grund ist, gelinge gesagt, auf gar keinen Fall ein guter. Denn wenn Sie damit erst einmal angefangen haben, kommen Sie nie wieder davon weg. Denn ihm das erst zu sagen, nachdem er es schon zigmal falsch gemacht hat, ist für alle Beteiligten einfach nur peinlich. Also, darf man nun oder nicht: Na klar darf man. Aber man sollte es nicht zur Gewohnheit machen. Denn nichts ist so gut wie das ORIGINAL. Oftmals sind es auch mentale Blockaden, die einen hindern sich komplett fallen zu lassen und somit für den Orgasmus hemmend sind. Nach eigenen Erfahrungen gibt es unterschiedliche Gründe, die jedoch nicht immer, aus verschiedenen Gründen, offen mit dem Partner kommuniziert werden. Meistens aus Angst vor Streit oder fehlendem Verständnis. Deshalb empfehle ich Ihnen einen Experten und zertifizierten Paartherapeuten zu Rate zu ziehen.
- Nach der Affäre
Bei meinem Lehrer David Schnarch habe ich vor Jahren ein Affären-Seminar belegt. Der erste Tag war nicht nur für Paartherapeuten, sondern für alle Interessierten, es waren ca. 60 Personen anwesend. Zu Beginn fragte er- Wie viele von Euch haben noch nie betrogen oder wurden noch nie betrogen? Was meinen Sie, wie viele von 60 haben sich gemeldet? Es waren ganze zwei. Und das Ergebnis war seiner Aussage nach repräsentativ. Affären sind also ein großes Thema und wenn die Pauschalantworten „trennen“ ist, dann gäbe es statistisch gesehen wesentlich weniger Paare. Und wenn man sofort alles hin wirft ohne zu hinterfragen, dann war die Beziehung vielleicht auch nicht so viel wert. Natürlich geht erstmal die Überlegung voraus: Was ist überhaupt eine Affäre? Ab wann ist es Betrug? Ist nur der vollzogene Akt Betrug oder schon eine tiefe Verbundenheit und lange, innige Gespräche? Auch ist ein One-Night-Stand nicht dasselbe wie eine mehrjährige Affäre. Jedes Paar ist also anders. Sowohl in seinen Definitionen von Affäre als auch in der Art des Betrugs. Was alle aber gemeinsam haben- die Lüge tut weh. Das Vertrauen ist weg. Ist es überhaupt möglich, danach wieder glücklich weiter zusammen zu leben? Ja, das geht. Aber es ist anders als vorher. Und es muss sich etwas ändern. Viel Arbeit liegt vor Ihnen. Arbeit, die zu einer besseren Beziehung führen kann, als sie es je vorher war. Der Anfang ist immer schwierig, denn für die meisten ist es ein Muss, wieder vertrauen zu können, weil sie ohne Vertrauen nicht mehr weitermachen wollen. Aber wie wollen Sie denn sofort wieder vertrauen? Ihr Partner hat ja bewiesen, dass er nicht vertrauenswürdig ist. Klingt hart, ist aber wahr. Wir schaffen also eine Basis, wie Sie erst einmal ohne Vertrauen weiterleben können und arbeiten dann natürlich daran, das, was fehlt, wieder aufzubauen. Möglich ist es, Garantien gibt es keine. Sind Sie bereit zu arbeiten? Durch die Lüge und den Schmerz wieder ins Glück zu finden. Die erste Hilfe für die zweite Chance wartet auf Sie in meiner Praxis für Paartherapie in Berlin.
- Bewusste Trennung
Gwyneth Paltrow hat den Begriff „Conscious Uncoupling“ bekannt gemacht. Gerade Paare mit Kindern können sich nicht einfach auf Nimmerwiedersehen sagen. Die einzige sinnvolle Möglichkeit: Die bewusste Trennung. Sie werden für den Rest ihres Lebens miteinander verbunden bleiben. Und hier macht es wirklich Sinn, die Beziehung so zu beenden, dass es nicht im Rosenkrieg endet. Eine Trennung ist immer unschön, daran wird sich nichts ändern. Den Trennungsschmerz oder Liebeskummer kann man nicht verhindern. Trauer ist für das Gehirn notwendig, um abschließen zu können. Aber es muss nicht zum Debakel für die Kinder werden, die später dann in ihren eigenen Beziehungen noch die Nachwirkungen spüren. Deshalb möchte ich hier in dem Blog auch den Fokus auf den Umgang mit den Kindern legen, denn das ist das Hauptanliegen vieler Paare, die in meine Praxis für Paartherapie kommen und die sich bereits für eine Trennung oder Scheidung entschlossen haben. Consious Uncoupling Der Begriff wurde von Katherine Woodward Thomas geprägt. Interessanterweise begann sie mit einem Programm, wie man den Traumpartner anzieht. Sie berichtete, wie sie es geschafft hat und so kurz vor knapp auch noch ein Kind mit ihm bekam. Der Mann ihres Lebens war ihr Soulmate und ein Traum. Und jetzt kommt das Aber mit großem A: Die Ehe ging in die Brüche. Und so entwickelte sie ein neues Programm- wie man sich vernünftig trennt (!). Ihr Exmann und sie sind nun die besten Freunde und beide haben neue Partner. Warum ist es also sinnvoll, sich so zu trennen, dass das böse Blut auf ein Minimum beschränkt wird: zum Einen, weil man dann besser daraus lernen kann und statt traumatisiert niemanden mehr zu vertrauen und dem Gelernten Konsequenzen ziehen kann, um es beim nächsten mal besser zu machen. Und zum Anderen, weil dann auch die Kinder weniger darunter leiden müssen. Zusammenbleiben für die Kinder? Es gibt viele Paare, die genau das tun- wegen der Kinder in der Beziehung bleiben. Ich hatte sogar mal einen Fall, wo die Frau meinte, eine Trennung könnten sie unmöglich den Kindern antun und auf Nachfrage bekam ich die Information, dass die Kinder beide über 30 seien und sogar in anderen Ländern lebten. Hier ist das Argument ein schwaches. Aber es ist in manchen Fällen durchaus legitim. Denn Paare möchten aus unterschiedlichsten Gründen zusammenbleiben, die nichts mit Liebe zu tun haben, und Kinder ist einer davon. Nur sollte man dann trotz alledem ein harmonisches Miteinander haben, denn sonst haben die Kinder davon nichts. Sondern ganz im Gegenteil- Sie sind ihnen auch noch ein Vorbild für „komme was wolle, Du darfst Dich wegen der Kinder niemals trennen!“. Und Sie wollen ja nicht, dass Ihre Kinder das später nachmachen, oder? Ist das Zusammenleben also von Streit oder Schweigen, von Lieblosigkeit oder Missgunst geprägt, macht es mehr Sinn, einen guten Trennungsprozess zu durchlaufen. Oder auch eine Trennung auf Zeit als Kompromiss anzustreben. Denn oft merkt man erst dann, dass man den anderen doch vermisst. Diese Trennung auf Zeit sollte dann aber genutzt werden, um die gemeinsame Zeit aufzuarbeiten und eine mögliche weitere Zukunft zu besprechen. Wie sage ich es den Kindern? Es macht Sinn, sich mit den Kindern hinzusetzen und altersgerecht darüber zu sprechen, dass Mami und Papi sich trennen werden. Dabei sind folgende Dinge wichtig: 1. Mama und Papa sind zwar getrennt, aber beide sind jederzeit für sie da Es ist ganz schlimm, wenn die Kinder das Gefühl haben, sie müssten sich für einen entscheiden. Das sollte kein Kind müssen. Sie sollten beide gleich jederzeit kontaktieren dürfen. 2. Sie sind nicht schuld Es ist oft so, dass Erwachsene beschließen, dass sie nicht mehr zusammenleben wollen. Das hat mit den Kindern überhaupt nichts zu tun. 3. Es ist okay, traurig zu sein Sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen dürfen auch mal weinen, das ist voll okay und das sollten die Kinder auch wissen. Sie dürfen nur nicht als Freundesersatz zum Reden missbraucht werden. Die Einzelheiten gehen sie nichts an. Und Sie müssen für die Kinder da sein, nicht umgekehrt! 4. Sie werden sich um alles kümmern Es wird alles gut werden, sie kümmern sich um die Situation, sie sorgen dafür, dass alles für die Kinder okay sein wird. 5. Vieles wird so bleiben, wie es ist Sorgen Sie dafür, dass so viele Konstanten wie möglich für die Kinder da sind wie zum Beispiel die Wohnung, die Schule, die Freunde, etc.. Das gibt Sicherheit. Viele können sich nicht vorstellen, nach dem Beenden einer Beziehung Freunde zu werden. Zu groß ist der Trennungsschmerz und Liebeskummer. Aber wenn beide das möchten, ist es möglich. Kommunizieren Sie, sprechen Sie miteinander, was gefehlt hat und was die Wünsche für das weitere Leben ist. Und was Sie vom Anderen erwarten. Jetzt und in der Zukunft. Was der Andere lassen soll, jetzt und in der Zukunft. Und dann kann aus einer Ex-Beziehung über die Zeit eine wunderbare Freundschaft erwachsen. Wenn Sie möchten, lassen Sie sich dabei unterstützen. Denn alleine ist das schwieriger als mit dem neutralen Blick und der Hilfestellung von außen. Und dabei ist es egal, ob Sie Kinder haben oder nicht. Allein Ihr Wunsch zählt…










